Schieflage

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Neueste Beiträge der Schieflage

from stanko

Manchmal beginnt ein neues Jahr damit, sich seine Bahn in dein Leben zu brechen, mit existenzieller Wucht. 2024 ist so ein Jahr, das den einen oder anderen Gedanken wert scheint (danke, Simon, für den digitalen Glückwunsch!). Für mich ist es das Thema Übergang. Wir gehen über zu etwas anderem, etwas Neuem, vielleicht auch etwas Ungeahntem.

Welche Übergänge erwarten dich dieses Jahr?

Darf man so spät im neuen Jahr, wenn es also gar nicht mehr so neu ist, so etwas Januarisches fragen?

Wir werden sehen, ob der Frühling auf den Winter folgt, wie wir das einmal in der Schule gelernt haben, oder ob der Winter auf den Frühling folgt und ihm gleichzeitig wieder vorangeht. Der Übergang sich also auch im Übergang befindet.

 
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from Simon

Da bin ich also, immernoch mitlesend und mit dem Drang, auch wiedermal einige Zeilen zu verfassen. Ausschlaggebend hierfür ist nicht zuletzt der Nachwuchs von Stanko, zu dem ich an dieser Stelle herzlich beglückwünschen möchte. Ich erhebe das digitale Glas auf dich und deine Familie, auf dass alle gesund und wohlauf sein mögen.

Das Vatersein regt mich selbst jeden Tag zum Denken und Danken an. Eine der grössten Überraschungen ist für mich persönlich die enorme emotionale Vielfalt, die der nach 18 Monaten immernoch neue Alltag mit sich bringt. Niemals hätte ich zuvor gedacht, dass ich an einem einzigen Tag derart viele Gefühlslagen durchleben kann, teilweise muss. Und so anstrengend dies manchmal sein mag, ist jeder Tag eine neue Ansammlung von Überraschungen, von denen ich keine einzige je missen möchte.

 
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from stanko

Meine Tochter ist heute exakt 14 Tage alt. Jung. Neu. Wir füttern sie mit Muttermilch, wir füttern sie aber auch mit Musik: Musik von Coldplay und Metallica, damit sie einmal gross und stark wird. Wenn es gelingt, die Grossen des Rock quasi Spieluhr-Style babytauglich zu machen – müsste es dann im Leben nicht möglich sein, einfach immer die Sprache des Anderen zu finden?

 
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from Innenseite der Aussenseite

Im Verlaufe des Lebens habe ich eine “natürliche” Abneigung dem Kerzenlicht gegenüber entwickelt. Wo immer jemand glaubt, Kerzen aktivieren zu müssen, sehe ich meine Aufgabe gekommen: ausblasen. Ich sage heute: Traue keinem Versprechen, welches dir unter Bedingungen des Kerzenlichts gegeben wird. Lügen sind auf Mikrofone oder Kerzenlicht angewiesen, sagte schon meinen Oma. Übrigens ist Sex bei Kerzenlicht Pfuiteufel. Das sagte aber nicht meine Oma. Das sage ich.

 
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from stanko

morgenfrischer tag

neulicht kommt durch alte nacht

beginn eines traums

 
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from Matti Fleischer

So schieflagig es klingt:

Aus der Theorie der «Schwarzen Löcher» folgern Forscher aktuell, dass das Universum einem gigantischen Hologramm ähneln könnte. Dann wäre die uns vertraute Welt in Wahrheit völlig anders, als wir sie wahrnehmen. Folglich würden wir in einer zweidimensionalen Welt permanent in der Vergangenheit das Leben wahrnehmen und darauf reagieren.

Folglich gibt es die Gegenwart nicht und wir planen in der Vergangenheit unsere Zukunft, welche zu der gleichen Zeit stattfinden. So würden wir die Quantenphysik und die Relativitätstheorie mathematisch in Einklang bringen.

OK, dann habe ich meine Vorsätze für 2024 schon in der Zukunft formuliert und sie finden schon in der Vergangenheit statt. Oder umgekehrt.

Tönt doch nicht mal so schlecht 😉!

 

 
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from Innenseite der Aussenseite

Heute vor 67 Jahren starb Robert Walser bei einem einsamen Winterspaziergang. Hilft aber nichts, via Social Media davon zu berichten. Dort hält man “Rober Walser” hartnäckig für ein Rasierwasser.

#SocialMedia

 
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from stanko

Aus einem starken Republik-Artikel zum Thema “Gesprächskultur” zur Frage, wie man mit dem Wutbürger-Onkel am weihnächtlichen Familientisch umgehen könnte:

“Aber warum muss der [der Wutbürger-Onkel] denn wissen, wie Sie die Dinge sehen? Er wird die Dinge deswegen nicht so sehen wie Sie. Viel interessanter ist doch, ob man ihn durch geschicktes Fragen dazu bringt, selbst etwas zu sehen. Oder etwas zu begründen, das er sonst nie begründen muss, sodass er dadurch vielleicht den festen Stand verliert. Das ist eine Möglichkeit: einfach zu sagen, heute sag ich überhaupt nichts dazu, wie ich die Dinge sehe. Ich frage nur nach.”

Merry. Christmas?

 
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from Innenseite der Aussenseite

Ingrid Steeger hat, als ich Kind war, das, was wir glaubten, es sei Sex, in unser Wohnzimmer gebracht. Danke, Ingrid. Heute wissen wir: Es war Sex.

Ingrid Steeger ist mit 76 Jahren gestorben.

#Sex #Erinnern

 
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from Werner

Oh, ich habe Zugang zum Schieflagen-Blog erhalten. Danke vielmals.

Ich bin Werner, Bodenleger und Verkäufer und mittlerweile etwas altersmilde.

Altersmilde kann helfen Zugang zu einem Schieflagenblog zu erhalten. Na ja, vielleicht ist’s auch die Freundschaft zu Stanko und Matti.

Milde im Alter kann auch helfen den Kopf etwas zu neigen und so kann Schiefes ziemlich gerade daherkommen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen wunderbare Weihnachtstage und fürs 2024 eine entspannte Nackenmuskulatur.

 
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from Matti Fleischer

… wenn Mann das Mittagessen morgens um drei Uhr isst. Und mein Mittagessen für den nächsten Tag obsolet ist.

Mit einem freundlichen Gruss an meine Jungs und die quälende Frage im Raume steht, habe ich etwas in der Erziehung leicht falsch gemacht?

 
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from diverses

in den letzten wochen habe ich vermehrt über das thema überzeit reflektiert. es gibt menschen, die sind stolz auf ihre angehäufte überzeit. wollen damit zeigen, dass sie strebsam und fleissig sind. als person, die keine überzeit ansammelt, sondern so viel arbeitet, wie vertraglich festgelegt, fühlt man sich sehr schnell schlecht. man fragt sich “bin ich faul?”, “leiste ich zu wenig?” dabei ist das, was ich mache, genau richtig. am ende des tages sagt niemand danke, wenn ich meine freizeit fürs büro opfere. ich bin eher stolz darauf, dass ich meine aufgaben so einteilen und erledigen kann, dass ich keine überzeit anhäufe. was nichts damit zu tun hat, dass ich nicht engagiert bin. sondern ich messe meine leistung nicht an überzeit. meine (mentale) gesundheit wird mir danken. sowieso ist das konstrukt leistungsgesellschaft total absurd. je mehr leistung, desto besser. aber nur jene leistung zählt, die man in überstunden/geld messen kann. auf dich und deine mitmenschen achten und dich um sie kümmern? keine leistung. zeit für sich selber nehmen? keine leistung. sich um ein gemütliches zuhause kümmern? keine leistung. leistung ist nur das, was uns der kapitalismus vorgibt. (und wo wir auch sehr schnell in patriarchale strukturen verfallen…)

 
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